Oft zählen die Arten des Offenlandes zu den Sorgenkindern des Naturschutzes - zu ihnen gehören unter anderem: Kiebitz, Rebhuhn, Feldlerche, Wiesenpieper & Bluthänfling.

In Sachsen z.B. lagen die Brutbestände des Rebhuhns in den 1990er-Jahren noch bei 1.500 bis 3.000 Brutpaaren, zwischen 2004 und 2007 nur noch bei 200 bis 400 (seit 1980 ein Rückgang um 90 Prozent). Beim Wiesenpieper halbierten sich die Zahlen in vergleichbarer Zeit, die Feldlerchenbestände schwanden seit 1980 um 40 Prozent, beim Kiebitz um 80 Prozent. Den Trend vermochte auch das sechs Jahre währende Bodenbrüterprojekt in Sachsen, das im Juli 2015 endete, nicht zu stoppen.

Mehrere Artenschutzmaßnahmen fanden aber Einzug in die neue sächsische Förderrichtlinie der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen AUK/2015.

Nun gelte es, die aus dem Bodenbrüterprojekt gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen, betont der NABU Sachsen zu diesem brisanten Thema, das derzeit eben nicht nur viele Feldvogelarten, sondern auch viele Vierbeiner vom Hasen bis zum Feldhamster bedroht und – in Verbindung mit dem Einsatz verschiedenster Herbizide – auch die wichtige Insektenwelt in der Feldflur (Leipziger Internet Zeitung; 2016). 

Die feste Integration von Naturschutzmaßnahmen, beispielsweise die Vernetzung bestehender Strukturen mit der Neuanlage verloren gegangener Strukturen im UG, wie Feldraine, Hecken und Feldgehölze , räumlich, zeitlich versetztes Mahdregime, die Förderung von Ackerrandstreifen sowie von Blühstreifen wären ein Schritt in die richtige Richtung, für die weitere politische Anreize geschaffen werden müssen.

Tiere im Untersuchungsgebiet

Admiral (Vanessa atalanta) 

Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris) 

Weiden-Sandbiene (Andrena vaga)

Blattschneiderbiene (Megachile sp.)

Steinkauz (Athene noctua)

Erdkröte (Bufo bufo) 

Quelle

(https://www.l-iz.de/wirtschaft/metropolregion/2016/08/nabu-fordert-einen-richtungswechsel-nicht-nur-in-der-eu-agrarpolitik-sondern-auch-im-saechsischen-umweltministerium-148222, Stand: 06.05.2020). 

Das Unter-suchungsgebiet

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